Grundsätze

Der Landessportbund Rheinland-Pfalz fördert den Leistungssport mit dem Ziel, Nachwuchsathleten auf ihrem Weg zu Erfolgen im Spitzensport bestmöglich zu unterstützen. Im Mittelpunkt der Förderung steht dabei der nach sportlichen Höchstleistungen strebende Nachwuchsathlet.

Broschüre "Fortschreibung - Richtlinien der Leistungssportförderung des Landessportbundes Rheinland-Pfalz".

Der LSB fördert und unterstützt den Athleten mit dem eindeutigen Bekenntnis zu ethischen Prinzipien eines humanen Leistungssports. Der Nachwuchsleistungssport muss nach pädagogischen, entwicklungspsychologischen und medizinischen Maximen organisiert und nach alters- und geschlechtsspezifischen Anforderungen ausgerichtet sein. Diese Grundsätze dürfen auch durch das Bestreben nach dem größtmöglichen Erfolg niemals außer Kraft gesetzt werden.

Der Leistungssport in Rheinland-Pfalz verpflichtet sich, unter dem Motto „Sport ohne Doping“, zu einer strikten Erhaltung eines manipulations- und dopingfreien Sports. „Sport ohne Doping“ ist nicht im Alleingang irgendeiner Organisation oder Institution des gesellschaftlichen Lebens erreichbar. Vorbeugung und Aufklärung kann nur in Netzwerken erfolgreich sein. Prävention bedeutet daher partnerschaftliche Verantwortung, Kommunikation und Fachkompetenz.

Der Landessportbund besitzt die Richtlinienkompetenz in der Leistungssportentwicklung für Rheinland-Pfalz. Dabei kommt dem Nachwuchsleistungssport, als Unterbau für den Spitzensport, eine besondere Bedeutung zu. Die abgestimmte Zusammenarbeit des Landessportbundes mit Spitzen- und Landesfachverbänden, Vereinen, Olympiastützpunkt und Sporthilfe schließt die Abgrenzung von Nachwuchsleistungssport und Spitzensport aus.


Standortbestimmung

Für den Olympiazyklus 2005 – 2008 wurde als Zielsetzung formuliert, den rheinland-pfälzischen Leistungssport aus eigenen Kräften zu konsolidieren.

Es galt einen Unterbau mit Perspektive zu schaffen und Leistungssportstandorte in enger Abstimmung mit den Spitzenvereinen wie auch den Landes- und Spitzenverbänden zu stabilisieren und zu stärken. Hierbei stand vor allem die Förderung leistungsstarker Strukturen mit überdurchschnittlicher sportlicher Bilanz im Vordergrund. In der Weiterentwicklung von Leistungssportstandorten – von Nestern – ist es nicht nur gelungen, „NEUES“ zu schaffen, es ist auch gelungen, Talente an das internationale Leistungsniveau in ihrer Sportart oder Disziplin heranzuführen.

Daher konzentriert sich die Fortschreibung der Richtlinien der Leistungssportförderung auf die „Bausteine und Förderung des Nachwuchsleistungssports“.


Ziele der Förderung des rheinland-pfälzischen Leistungssports

Der Leistungssport in Rheinland-Pfalz stellt sich das Ziel, den Athleten ein nahezu optimales Umfeld für ihre leistungssportliche Karriere zu schaffen.

Ein langfristiger systematischer Aufbau von leistungssportlichen Voraussetzungen, von koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten, ist nur in einem durchgängigen Fördersystem zu erreichen. Für das tägliche Training der perspektivreichsten Talente, Nachwuchs- und Bundeskaderathleten auf hohem Niveau sind funktionelle Sportstätten, sehr gut ausgebildete Trainer, die Vereinbarkeit von Schule, Studium, Berufsausbildung und Leistungssport sowie eine umfassende medizinische und pädagogische Betreuung notwendig. Der LSB unterstützt deshalb die Schaffung möglichst optimaler Bedingungen und Strukturen für Training und Wettkampf, insbesondere an Standorten rheinland-pfälzischer Leistungszentren und für Vereine mit klarem leistungssportlichem Profil. Daher sind die Förderbausteine der Leistungssportentwicklung nicht isoliert zu betrachten. Sie sind aufeinander abzustimmen und durch Zielvereinbarungen effizient in die Tat umzusetzen. Besondere Bedeutung kommt dabei den Landesfachverbänden zu. Sie definieren Ziele und entwickeln notwendige Strategien zur Zielerreichung.

Der Landessportbund Rheinland-Pfalz hat mit seiner Präventionsoffensive „Sport ohne Doping“ verdeutlicht, dass Doping im Sport keinen Platz hat, dass Doping Betrug ist. Bei Verstoß gegen die Anti-Doping-Richtlinien der NADA und des Deutschen Olympischen Sportbundes, wie bei Verweigerung von Doping-Kontrollen, werden alle Förderleistungen gegenüber Athleten, Vereinen und Verbänden fristlos aufgekündigt.


Bausteine und Förderung des Nachwuchsleistungssports

Das Kerngeschäft des Landessportbundes ist der Nachwuchsleistungssport. Ziel ist es, das Nachwuchstraining in den Vereinen, an den Leistungsstützpunkten und in Verantwortung der Fachverbände darauf auszurichten, talentierte Nachwuchsathleten so auszubilden, dass sie zu den Besten ihres Jahrgangs im nationalen Vergleich gehören.

Junge Leichtathletin.

Mit der LAL-Rahmenkonzeption, weiterentwickelt von den Landessportbünden und dem DOSB, steht den Ländern ein national einheitliches Konzept zur Bewertung und Förderung der Sportarten und Disziplinen im Nachwuchsleistungssport zur Verfügung.

Mit den „Richtlinien der Leistungssportförderung 2005-2008“ wurde begonnen, auf dieser kriteriengeleiteten Bewertungsgrundlage der sportlichen Bilanz, durch Schwerpunktsetzung und Projektförderung Standorte und Leistungszentren weiter zu entwickeln, um möglichst optimale Voraussetzungen für langfristige Erfolge im Spitzensport bieten und Athleten auf ihrem Weg in die Weltspitze individuell unterstützen zu können.

Ansprechpartner im Landessportbund zum Thema "Leistungssportförderung" ist: Jörg Weiß.

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